LEBENSABSCHNITTE - SCHWANGERSCHAFT

Geschmacksstörung bei schwangeren Frauen

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Sind Sie schwanger und wachen Sie morgens manchmal mit einem metallischen Geschmack im Mund auf?

Bei einigen schwangeren Frauen tritt ein Phänomen namens Dysgeusie oder Geschmacksstörung auf. Glücklicherweise entwickelt sich diese Geschmacksstörung nach der Schwangerschaft von selbst wieder zurück. Sie ist grundsätzlich harmlos, jedoch lästig für Schwangere, die sich gesund ernähren, eine gute Zahnhygiene pflegen und Karies vermeiden möchten.

Dysgeusie ist zu unterscheiden von den Heißhungerattacken oder Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel, die in der Schwangerschaft ebenfalls auftreten können; dabei haben manche Schwangere plötzlich einen unbändigen Appetit auf Speisen, die ihnen vorher gar nicht geschmeckt haben, oder finden ihr früheres Lieblingsgericht mit einem Mal unappetitlich oder langweilig. Die meisten Ärzte und Forscher glauben, dass Dysgeusie in der Schwangerschaft auf den veränderten Hormonspiegel und die Wassereinlagerung zurückgeführt werden kann. Davon sind sämtliche Zellen im Körper betroffen, einschließlich der Geschmacksnerven. Darüber hinaus sind einige Forscher davon überzeugt, dass hier die Evolution am Werke ist: Ein metallischer Geschmack sorge dafür, dass schwangere Frauen mehr Appetit auf bestimmte Nährstoffe haben, die ersetzt werden müssen, wie z. B. Natrium und Kalzium.

Schwangere Frauen bekommen Dysgeusie in den Griff, indem sie zuckerfreie Kaugummis kauen oder zuckerfreie Lutschbonbons lutschen, um den unangenehmen Geschmack zu vertreiben. Wenn Sie auch während der Schwangerschaft gern scharfe Speisen zu sich nehmen, greifen Sie ruhig zu! Die Schärfe kann den veränderten Geschmack ausgleichen.