BEDINGUNGEN - KARIES UND ZAHNSCHÄDEN

Karies mit Fluoridspülungen vorbeugen

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Hilfreiche Tipps für Ihre Mundgesundheit

Es gibt verschiedene Arten von Mundspülungen, jedoch beugen die fluoridhaltigen Lösungen auch Karies vor, da sie den Zahn vor kariesverursachenden Bakterien schützen. Eine fluoridhaltige Spülung ist die ideale Ergänzung für Ihre regelmäßige Mundpflege, ersetzt allerdings keinesfalls das Zähneputzen (zweimal täglich) und die Reinigung mit der Zahnseide (täglich), die eine optimale Mundgesundheit sicherstellen.

Befolgen Sie die nachstehenden Schritte für die richtige Verwendung von fluorisierter Mundspülung:

  • Reinigen Sie Ihre Zähne zunächst mit Zahnbürste und Zahnseide. Die Zähne sollten so sauber wie möglich sein, damit die Mundspülung ideal wirken kann.

  • Verwenden Sie die richtige Menge. Nehmen Sie nur so viel Mundspülung, wie das Etikett angibt oder Ihr Zahnarzt/Dentalhygieniker empfiehlt.

  • Spülen Sie Ihren Mund gründlich aus. Halten Sie Ihren Mund geschlossen und spülen Sie intensiv für mindestens 30 Sekunden.

  • Spucken Sie die Spülung aus. Schlucken Sie die Mundspülung nicht herunter. Das Natriumfluorid, das in den meisten fluoridhaltigen Mundspülungen enthalten ist, kann giftig sein, wenn große Mengen verschluckt werden. Wenn Sie Ihrem Kind erlauben, Mundspülung zu verwenden, sollten Sie es beaufsichtigen, damit das Kind die Spülung auch ausspuckt und nicht herunterschluckt.

Damit die Mundspülung ideal wirken kann und das Fluorid nicht verdünnt wird, sollten Sie 30 Minuten lang nicht essen, trinken oder rauchen.

Fluorid im Allgemeinen und Fluorid im Wasser

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Fluorid so wichtig ist oder ob es überhaupt bedenkenlos verwendet werden kann.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Ihren Zähnen konsequent in geringen Mengen Fluorid zuführen, stärkt dies den Zahnschmelz und schützt vor Zahnschäden.

Fluorid ist in Maßen, für die meisten Menschen, d. h. für ältere Kinder und Erwachsene, geeignet. Die Mengen, die in Zahnpasta, Leitungswasser und Mundwasser enthalten sein können, stellen beispielsweise kein Problem dar. Bei Babys und Kleinkindern, deren Zähne noch nicht vollständig durchgebrochen sind, kann jedoch eine Erkrankung namens Fluorose auftreten, die durch zu hohe Fluoridzufuhr entsteht. Fluorose äußert sich durch dünne Linien oder Streifen im Zahnschmelz.

Eine Möglichkeit der Überdosierung von Fluorid bei Kleinkindern liegt vor, wenn sie im ersten Lebensjahr als Hauptnahrungsquelle Milchpulver gemischt mit fluorisiertem Wasser erhalten. Das kann zu einer sehr milden oder milden Fluorose führen, die man kaum wahrnimmt. , Eine gelegentliche Vermischung von Milchpulver mit Leitungswasser sollte das Risiko einer Fluorose nicht erhöhen. Sollten Sie dennoch besorgt sein, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt und Ihren Kinderarzt. Muttermilch enthält nur wenig Fluorid, selbst wenn eine stillende Mutter fluorisiertes Wasser trinkt und täglich fluoridhaltige Zahnpasta verwendet. Es besteht kein Grund für eine Mutter, ihre eigene Mundgesundheit zu vernachlässigen.

Fluorose wirkt sich ausschließlich auf die äußere Erscheinung der Zähne aus, nicht etwa auf ihre allgemeine Funktion. Wenn das Wasser an Ihrem Wohnort mit Fluor aufbereitet wird, können Sie Ihr Kind vor Fluorose schützen, indem Sie eine Zahnpasta ohne Fluorid wählen. Sobald die Zähne vollständig durchgebrochen sind, besteht auch kein Risiko mehr für Ihr Kind. Denken Sie jedoch daran, dass Fluorid nicht verschluckt werden sollte. Deshalb raten einige Zahnärzte davon ab, dass Kleinkinder fluorisierte Zahnpasta verwenden, denn sie haben noch nicht die nötigen Reflexe entwickelt, die das Verschlucken verhindern.

Deshalb tut Fluorid Ihren Zähnen gut

Wenn Sie sich der Auswirkungen bewusst sind, die Fluorid auf die Gesundheit Ihrer Zähne hat, erweitern Sie Ihre Kenntnisse im Bereich der Mundpflege und Sie werden verstehen, wie Sie Plaque erkennen und dafür sorgen, dass keine Karies daraus entsteht.

Die Wirkung von Plaque auf den Zahnschmelz

Zahnschmelz ist zwar hart, aber porös. Plaque auf der Zahnoberfläche kann Säuren produzieren, die in die Poren des Zahnschmelzes (Schmelzprismen) eindringen und seine innere Struktur zerstören. Dieser Prozess namens Demineralisierung kann eine Schwachstelle verursachen, die bei fehlender Behandlung zu Karies führt.

Karies

Karies beginnt häufig auf den Kauflächen, zwischen den Zähnen, auf freiliegenden Wurzeln und rund um Füllungen. Wird Karies nicht behandelt, so weitet sie sich auf den ganzen Zahn aus, infiziert womöglich das Zahnmark und zerstört die gesamte Zahnstruktur.

Die Rolle von Fluorid

Fluorid ist einfach ein Mineral, das die Zähne widerstandsfähiger gegen Säuren macht, die durch die Karies verursachenden Bakterien zugeführt werden. Fluorid wirkt Karies entgegen, denn es vermindert den Abbau des Zahnschmelzes.

Fluorid fördert die Remineralisierung des Zahnschmelzes bei Menschen aller Altersstufen und ist auch insbesondere für Kinder bis sechs Jahren von entscheidender Bedeutung, da es die sich entwickelnden, bleibenden Zähne festigt. Die neu gebildeten Zahnschmelzkristalle sind härter und widerstandsfähiger gegenüber Säure.

Behandlung und Prävention von Karies

Typische Fluoridquellen sind fluorisiertes Trinkwasser, Zahnpasta und Mundspülungen. Informieren Sie Ihren Zahnarzt, wenn Ihr Trinkwasser fluoridhaltig ist. Er wird Ihnen dann möglicherweise empfehlen, Ihre Auswahl an Fluoridgels, Mundspülungen, Tropfen oder Tabletten entsprechend anzupassen. Um Schwachstellen und freiliegende Wurzeln wieder zu stärken und frühe Anzeichen von Karies zu bekämpfen, sollten Sie Ihre Zähne regelmäßig mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzen.

Fluorid spielt eine große Rolle für Ihre Zahngesundheit. Da Sie nun wissen, wie wichtig Fluorid ist, können Sie den Mineralstoff regelmäßig in Ihre Mundhygiene aufnehmen.

Fluoridbehandlungen spielen beim Schutz vor Karies eine wichtige Rolle

Die meisten Menschen nehmen in Form von Speisen, Wasser und fluorisierten Zahnpasten ausreichend Fluorid zu sich. Wenn Sie oder Ihr Kind aber zu Karies neigen, können vom Zahnarzt durchgeführte Fluoridbehandlungen helfen, die Zähne gesund zu halten und das Kariesrisiko zu senken.

Wenn Sie sich beim Zahnarzt einer Fluoridbehandlung unterziehen, trägt Ihr Dentalhygieniker Fluorid entweder direkt auf Ihre Zähne auf, um sie mit einer schützenden Schicht zu überziehen, oder er setzt eine Mundschiene mit einem fluorisierten Gel oder Schaum auf die Zähne und belässt sie für 1–4 Minuten im Mund. Alternativ können fluoridhaltige Ergänzungsmittel in flüssiger oder Tablettenform verschrieben werden, die Sie zu Hause einnehmen.

Fluoridhaltige Ergänzungsmittel und Fluoridbehandlungen gelten bei bestimmungsgemäßem Gebrauch als unbedenklich. Allerdings sollten Sie fluoridhaltige Ergänzungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren und sie beim Zähneputzen beaufsichtigen, um sicherzugehen, dass sie die Zahnpasta nicht herunterschlucken.